Die aktuelle Corona-Pandemie führte auch in Weinähr so wie überall dazu, dass der St. Martinumzug in diesem Jahr nicht in traditioneller Form stattfinden konnte. Die Ortsgemeinde Weinähr und die Weinährer Ortsvereine wollten zumindest aber die Tradition der Verteilung von Weckmännern an die Kleinen aufrechterhalten. So konnten die Kinder in diesem Jahr ihren Weckmann bestellen.
Die bestellten Weckmänner wurden dann am ursprünglich vorgesehenen St. Martinstermin von Frank Kreber, Niclas Ramseger und Nicolas Barnes am späten Nachmittag verteilt. Alle Weckmänner waren hygienisch verpackt und mit einer kleinen St. Martingeschichte versehen. Wer wollte, konnte seine Martinslaterne vor seiner Haustür zum Leuchten bringen. Viele der Kleinen machten bei der Aktion mit.
Die Ortsgemeinde Weinähr bedankt sich bei allen Helfern für die Unterstützung und dem Gemeinderatsmitglied Iro Drell für die Spende der Weckmänner. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr das St. Martinsfest wieder in traditioneller Form stattfinden kann.

Auch der traditionelle Volkstrauertag konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden. An diesem Tag wird von je her aller Kriegstoten und der Opfer von Gewalt gedacht. Traditionell findet dies normalerweise mit Unterstützung und Teilnahme der Ortsvereine, des Gemeinderates und der Bürgerinnen und Bürger von Weinähr vor dem Ehrenmal an der Kirche statt. Doch leider musste dies aufgrund des Teillockdowns in diesem Jahr ausfallen.

Zum Zeichen, dass die Dorfgemeinschaft trotz Corona an die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedenkt, legte Ortsbürgermeister Christoph Linscheid zusammen mit Artur Gilberg einen Kranz der Ortsgemeinde und der Ortsvereine nieder. Anschließend wurde gemeinsam das Vaterunser gebetet, und die Kirchenglocken läuteten.

Spendenaufruf

Weckmänner für die Kinder

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der derzeit steigenden Fallzahlen weist die Ortsgemeinde Weinähr vorsorglich daraufhin, dass in diesem Jahr weder die Nikolausveranstaltung noch die Seniorenweihnachtsfeier stattfinden werden. Die Ortsgemeinde bedauert die Entscheidung und bittet um Verständnis.

Bereits im April dieses Jahrs wollte der Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff (SPD) die Gemeinde Weinähr besuchen, doch der Termin musste aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Am vergangenen Montag konnte der Besuch endlich nachgeholt werden. Ortsbürgermeister Christoph Linscheid und Mitglieder des Gemeinderates begrüßten den heimischen Abgeordneten im Rahmen seiner Dörfertour vor dem Rathaus Weinähr.

Bei einem Rundgang durch die Gemeinde stellte Christoph Linscheid nicht nur aktuelle Vorhaben und Herausforderungen der Weinährer vor, sondern auch die vielen bereits umgesetzten Projekte. Das Dorf bietet mit seinem fast 450 Jahre alten Rathaus, in dem auch standesamtliche Trauungen stattfinden, dem schönen Dorfplatz vor der Kirche und mit von Einwohnern liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern viele Blickfänge. Begünstigt durch die idyllische Lage im Gelbachtal ist Tourismus ein wichtiges Standbein in der Gemeinde. Daher investieren die Weinährer viel Zeit und Arbeit in den Ausbau von Wanderwegen und eines neuen Wanderparkplatzes.

An die alte Tradition als Wein- und Erdbeerdorf knüpft die Gemeinde mit dem neuen Projekt „Bürgerweinberg“ und den selbstgebauten Erdbeerhochbeeten an. Ortsbürgermeister Linscheid betonte, dass alle diese Projekte nur durch die Unterstützung und Eigenleistung der Bürger in Weinähr und die Beantragung von Fördermaßnahmen zu bewältigen seien. Neben der praktischen Umsetzung der Ideen fordere auch die Beantragung von Fördergeldern und Zuschüssen viel Zeit und Geduld. An Jörg Denninghoff gewandt, wünschten sich die Mitglieder des Gemeinderats mehr finanziellen Handlungsspielraum für die Ortsgemeinden und weiterhin mehr Anerkennung für die vielen ehrenamtlichen Aufgaben in den Dörfern, insbesondere bei der freiwilligen Feuerwehr

„Ich nehme heute hier einige Aufgaben und Wünsche mit, aber vor allem bin ich begeistert, mit welchem Engagement und Heimatliebe der Ortsbürgermeister, der Gemeinderat und die ehrenamtlichen Helfer hier in Weinähr es schaffen so viele Projekte zu stemmen“, so Denninghoff nach dem informativen Dorfrundgang.

TuS wählt neuen Vorstand

Zur Jahreshauptversammlung lädt die Turn- und Spielvereinigung (TuS) Weinähr für Freitag, 2. Oktober, 19.30 Uhr, in das Hotel Weinhaus Treis in Weinähr ein. Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Jahresbericht des Geschäftsführers und der Abteilungen
  4. Kassenbericht
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Entlastung des Vorstandes
  7. Wahl eines Versammlungsleiters
  8. Neuwahlen des Vorstandes
  9. Neuwahlen der Kassenprüfer
  10. Vereinsbeitrag
  11. Anträge, Verschiedenes

Anträge sind bis spätestens Mittwoch, 30. September, schriftlich beim Vorsitzenden Frank Kreber, Am Sonnenhang 4, 56379 Weinähr einzureichen. Der Vorstand hofft auf ein zahlreiches Erscheinen der Vereinsmitglieder, da in diesem Jahr Neuwahlen des Vorstandes anstehen. 

Sieg im Derby gegen Winden

In der 1. Runde des Kreispokals musste sich die Mannschaft der TuS Weinähr dem TuS Gückingen II mit 3:1 (1:0) geschlagen geben.  

Für Weinähr spielten: Steven Zenz, Niclas Justi, Sebastian Beck, Daniel Stork, David Wörz, Niklas Bröder, Pascal Spriestersbach, Dominik Ciuk, Jan  Mager, Luca Kunkler, Julius Thor, Adrian Rohr, Carsten Böhm und Philipp Renger. Das Tor erzielte Niclas Justi.

Erfolgreicher verlief der Start in die Meisterschaftsrunde. Im ersten Saisonspiel konnte im Derby gegen VfR Winden nach zweimaligen Rückstand noch ein Sieg mit 3:2 eingefahren werden.

Für Weinähr spielten: Steven Zenz, Niclas Justi, Sebastian Beck, Philipp Renger, David Wörz, Niklas Bröder, Pascal Spriestersbach, Dominik Ciuk, Jan  Mager, Luca Kunkler, Julius Thor, Raphael Rölz, Carsten Böhm und Lukas Schäfer. Die Tore erzielten Dominik Ciuk (2) und Raphael Rölz.

Am kommenden Sonntag spielt die Mannschaft auswärts bei SV Diez-Freiendiez II, Anpfiff ist um 12.00 Uhr

Nach dem durch die Corona Pandemie bedingten Abbruch der Fußballsaison 2019/2020 konnte die TuS Weinähr erst im Juli gemäß der Landesverordnung wieder schrittweise in Kleingruppen mit dem Training starten, wobei die Hygienevorschriften einzuhalten sind. Nach der derzeit gültigen Verordnung ist ein Spiel- und Trainingsbetrieb unter gewissen Bedingungen möglich. Um dies alles zu ermöglichen, so Vorsitzender Frank Kreber, gebührt ein großer Dank an das Trainerteam um Dominik Mono, die die entsprechenden Vorschriften umgesetzt haben.

Zwischenzeitlich haben die ersten Testspiele stattgefunden. Um den regulären Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können, hat der Vorstand ein Hygienekonzept nach Vorgaben der Sportverbände erstellt. Dieses musste an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Kreber dankte Tobias Lotz, der sich als Hygienebeauftragter umfassend mit der Materie auseinandergesetzt und das Konzept vorbereitet hat. Das aktuelle Hygienekonzept ist auf unserer Homepage www.tus-weinaehr.de abrufbar.

Gemäß dem Hygienekonzept ist momentan ein Zutritt zum Sportgelände für Zuschauer der jeweiligen Auswärtsmannschaft nicht möglich. Auch besteht für die Gastmannschaft und Schiedsrichter keine Möglichkeit zum Duschen. Alle Zuschauer müssen beim Betreten des Sportgeländes einen Meldebogen ausfüllen, anlog dem Verfahren in der Gastronomie.  Für Rückfragen stehen die Mitglieder des Vorstandes gerne zur Verfügung.

Trotz alle Einschränkungen hofft die Mannschaft auf die Unterstützung der treuen Zuschauer.  Die Saison begann am Sonntag mit der ersten Runde des Kreispokals. Dort musste die Weinährer Mannschaft um 14.30 Uhr auswärts bei TuS Gückingen II antreten.

Der erste Spieltag der Kreisliga C startet am Sonntag, 6. September, mit dem Derby gegen VfR Winden, Anstoß ist um 15 Uhr auf dem Weinährer Sportplatz

Das Wehr im Gelbach in Weinähr wird, wie Landrat Frank Puchtler informiert, ab Montag, 31. August, im Auftrag der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord zu einer Sohlgleite umgestaltet. Die Maßnahme dient der ökologischen Durchgängigkeit des Gewässers, um die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen und ist von der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Regionalstelle Montabaur, vorgegeben.

Für die Umgestaltung sind Bauarbeiten im Gewässer notwendig, die mit einer erhöhten Geräuschkulisse im Zeitraum von 7 bis 19 Uhr jeweils von Montag bis Donnerstag einhergehen. Zur Anlieferung und Lagerung von Baumaterialien sowie der Zuwegung zum Gewässer ist eine halbseitige Straßensperrung erforderlich. Entsprechende Parkverbote sind zu beachten. Die Maßnahme erstreckt sich voraussichtlich auf einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. Der Rhein-Lahn-Kreis bittet um das Verständnis der Weinährer Bürger und bedankt sich im Voraus.

Zudem ist im Bauzeitraum auch mit einer Trübung des Wassers im Gelbach unterhalb des Wehres zu rechnen, die durch die Bauarbeiten und dabei aufgewirbeltes Sediment entsteht. Für Fragen oder dringende Angelegenheiten ist die Untere Wasserbehörde des Rhein-Lahn-Kreises, Frau Detzner, unter der Telefonnummer 02603/972-372, zu erreichen.

Vor genau 100 Jahren begann der Erdbeeranbau in Weinähr in großem Stil, und mit der Zeit wurden die Erdbeeren dann tonnenweise deutschlandweit verkauft. Dies brachte dem Ort die Bezeichnung „Wein- und Erdbeerdorf“ ein. Doch im Laufe der Jahrzehnte ist von dem Erdbeeranbau leider nichts mehr übriggeblieben. Dennoch wollte die Rentnerband das 100-jährige Jubiläum zum Anlass nehmen und an die Tradition des Erdbeeranbaus in Weinähr erinnern.

So entstand die Idee, sechs Erdbeerhochbeete zu bauen und im Ort zu verteilen. Die Ernte kann jederzeit von den Bürgerinnen und Bürgern der Ortsgemeinde oder den Besuchern abgegriffen werden. Deshalb wurden auch Erdbeeren ausgewählt, die mehrmals im Jahr tragen. 
Zwischenzeitlich wurden die sechs Erdbeerhochbeete aus IBC-Tanks hergestellt und bepflanzt. In den kommenden Wochen werden die Erdbeerhochbeete noch mit Holz verkleidet, damit sie schöner aussehen. Das Material ist da und kann verarbeitet werden.

Die Erdbeerhochbeete wurden wie folgt verteilt: Bushaltestelle am Ortsausgang nach Dies, Einmündung Bornstraße / Bergstraße, Dorfplatz und drei Pflanzbeete im Hammerweg vor dem Spielplatz. Die drei Erdbeerhochbeete vor dem Spielplatz im Hammerweg dienen zugleich als geschwindigkeitsdämpfende Maßnahme und sollen die Gefahr für die Spielplatzbesucher durch die leider zu schnell fahrenden Fahrzeuge in der ausgeschilderten Spielstraße abmindern. 

Ein Dank gilt neben der Rentnerband Weinähr den Freiwilligen, die sich um das Gießen kümmern und vor allem aber auch der Lokalen Aktionsgruppe Lahn-Taunus (LAG), die die Kosten für die Erdbeerhochbeete über die jährliche Ehrenamtsförderung des EU-Programms LEADER komplett übernommen hat. Europa ist somit auch in Weinähr spürbar. Ohne die Förderung wäre eine solche Aktion nicht möglich gewesen.

Derzeit bilden die gesetzten Erdbeerpflanzen Ausläufer, die von den Bürgerinnen und Bürgern gerne dazu benutzt werden können, eigene Erdbeeren im Garten zu züchten. 

Am kommenden Montag, 31. August 2020, beginnen die Bauarbeiten zum Umbau des Wehres in der Gelbach. Die Durchgängigkeit der Gelbach insbesondere für Fische ist durch das vorhandene Wehr nicht gegeben. Daher muss das Wehr teilweise abgerissen werden. Über eine Länge von rund 100 Metern wird dann eine sogenannte raue Rampe angelegt. Durch den Abriss des Wehres wird es zu einer kurzfristigen Absenkung des Wasserspeigels der Gelbach im oberen Bereich des Wehres kommen. Dies wird sich aber wieder einpendeln, sobald der Einbau der Steine für die raue Rampe im oberen Bereich des Wehres erfolgt ist. Träger der Baumaßnahme ist die Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises als Unterhaltungspflichtiger für die Gelbach. Die Bauarbeiten werden von der Firma Zehe Bau GmbH aus Burkardroth-Premich in Bayern ausgeführt.

Im Bereich der alten Lore gegenüber dem Weinhaus Treis wird eine Baustellenzufahrt angelegt, über die die Transporte des Materials erfolgen. In diesem Bereich wird eine Ampelanlage aufgestellt, so dass es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Die Bauarbeiten sollen bei günstiger Witterung in vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein.

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