Von einer ersten Idee im Rahmen der Dorfmoderation 2018 hin zur konkreten Umsetzung: Im Rahmen des Premiumwanderweges „Lahn-Wein-Stieg“ ist ein Stieg vom oberen Wingertsweg zum Aussichtspunkt Kreuz in Weinähr vorgesehen. Mit dem Bau des Kletterstiegs hat der Verband der Teilnehmergemeinschaften Rheinland-Pfalz in dieser Woche begonnen. Die Beschilderung des Lahn-Wein-Stiegs ist ebenfalls bereits zum Teil erfolgt.

April, April!

Die meisten Leserinnen und Leser werde es schon geahnt haben: Die gestern veröffentlichte Geschichte von der Weinährer Heilquelle und „Bad Weinähr“ war frei erfunden. April, April! Allen Leserinnen und Lesern ein schönes Osterwochenende.

Die Karte zeigt die genaue Lage der Heilquelle am Ummelbach.

Es ist nicht mehr länger zu verheimlichen: Die Tiefenbohrungen nach einer Mineralquelle in Weinähr  wurden fündig. Damit hat die Gemeinde die beste Chance, sich als Heilort eintragen zu lassen. Ein erster Antrag an die Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Nord in ihrer Eigenschaft als obere Wasserbehörde ist gestellt, sodass ein Heilquellenschutzgebiet festgesetzt wird. Dieses besondere Schutzgebiet ist erforderlich, damit die Gemeinde Weinähr eine staatliche Anerkennung als Heilort erhält.

Bei den jüngsten Arbeiten auf ihrem neu erworbenen Grundstück im Bereich Hinterwiesen/Auf’m Acker stieß das junge Ehepaar auf einen unscheinbaren Wasseraustritt. Dass dieses Wasser nicht in Verbindung zur nahegelegenen Ummelbach steht, stand schnell fest, da das Wasser bei seinem Quellenaustritt sehr hohe Temperaturen zwischen 30°C und 60°C aufweist. Diese Tatsache wurde den Gemeinderatsmitgliedern vorgetragen, und man gab ein geologisches Gutachten über Bohrpunkt und Bohrtiefe in Auftrag.

Ein Bohrversuch erbrachte eine Fördermenge von etwa 45 Liter in der Minute. Die Analyse des Wassers ergab außerdem eine starke Ähnlichkeit mit den Emser und Fachinger Quellen. Da das Wasser sich den Weg in die Ummelbach sucht und dann kanalisiert in die Gelbach geleitet wird, blieb diese Quelle bis heute unbemerkt.

Ob sich nun in Zukunft Weinähr zu einem „Wein- und Heilort“ entwickeln wird und  sich eventuell  Bad Weinähr nennen kann, wird sich zeigen. 

Eigentlich war für die Bevölkerung über die Osterfeiertage ein kostenloser Quellentrunk vorgesehen, doch die aktuelle Coronalage erlaubt diese Möglichkeit nicht. Auf jeden Fall wird man sich aber im Laufe des Jahres von der Qualität des Wassers überzeugen können.

Wegen Baumpflege- und Baumfällarbeiten ist die L 325 bei Weinähr im Zeitraum vom 23. bis 26. März voll gesperrt. Die B 417 zwischen Nassau und Obernhof wird vom 29. März bis 7. April ebenfalls voll gesperrt. Schulbusse dürfen die Strecke ebenso passieren wie Rettungsdienstfahrzeuge. Die Umleitung wird sehr großräumig über Dies und Hübingen ausgeschildert. Dies teilte die Kreisverwaltung mit.

Freiwillige packten zu

Aufgrund von Corona konnte in diesem Jahr zu keinem offiziellen Umwelttag der Ortsgemeinde Weinähr eingeladen werden. Trotzdem fanden sich einige Freiwillige, die zum Wohle aller einige Arbeiten in der Natur vorgenommen haben. So wurde aus Gründen der Verkehrssicherheit einige Bäume auf dem Bus- und Wanderparkplatz beseitigt. Dort wurde auch der Verbindungsweg zum neuen Wanderweg Lahn-Wein-Stieg freigeschnitten. Der neue Steig zur Schutzhütte im Zuge der K 5 wurde komplett von Geröll und Laub befreit. Im Bereich dieser Schutzhütte wurde eine Menge illegal beseitigter Müll aufgesammelt, zum Beispiel eine Autotür, ein Toaster, Waffeleisen, Spülbecken, Autoreifen und vieles mehr. Am Rother Weg erfolgten vom Wasserhaus bis zur Jagdhütte seitliche Freischnitte. Der Kappellenpfad wurde mit Schotter versehen. Auch der Uferbreich der Ommelbach wurde freigeschnitten und der dort vorhandene Müll wurde beseitigt. Insgesamt kamen fast 2 Pkw-Anhänger Müll zusammen. Am Bachweg wurde das Holz des Wehrumbaus verbrannt und der Uferbereich entlang der Gelbach gesäubert. Weiterhin wurde der Kanal im Ortseingang von Nassau kommend gespült, der sich bei letzten Starkregen verstopft hatte. Die Erdbeerhochbeete wurden ebenfalls gepflegt, mit neuer Erde versehen und die Erdbeeren geputzt. Auch die Sträucher am Dorfplatz wurden ebenfalls einem Frühjahrsschnitt unterzogen.

Alle Arbeiten wurden coronakonform ausgeführt. Die Ortsgemeinde bedankt sich bei den vielen Freiwilligen, die sich zum Wohle des Ortsbildes eingesetzt haben, getreu dem Motto „nur wer anpackt, kann etwas verändern!“

Im Rahmen der Weinbergflurbereinigung soll neben der Bürgerweinberg in Weinähr eine Streuobstanlage mit teils alten Obstbaumarten entstehen. Die Maßnahme dient als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur und Landschaft im Rahmen der Flurbereinigung. Ende Februar hat der Verband der Teilnehmergemeinschaften Rheinland-Pfalz nun mit der Pflanzung der ersten Obstbäume begonnen. Die restlichen Obstbäume werden spätestens im Herbst 2021 gepflanzt. Dann besteht die Streuobstanlage aus insgesamt 27 Obstbäumen mit 7 verschiedenen Obstbaumarten (Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Pfirsich, Mandel und Walnuss).

Die AWO im Nassauer Land bietet  Bewerbungs-Sprechstunden nicht nur für Schulabgänger an. Wer einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz sucht und dabei Unterstützung für die Bewerbung benötigt, erhält  Tipps und Hilfe beim Erstellen von Bewerbungsunterlagen, bei der Durchsicht und Korrektur der Bewerbungsunterlagen und individuelle Beratung für die Bewerbung.

Beratungstermine können per E-Mail oder telefonisch vereinbart werden unter E-Mail: awo_nassau_beratung@t-online.de  sowie Tel 0160/34 89 295. Ansprechpartner ist Mathias Schliemann (ehrenamtlicher Mitarbeiter.   

Individuelle Beratungstermine sind in der Beratungsstelle in der  Schlossstr. 4 in Nassau (Eingang Arztpraxis, Erdgeschoss) zu vereinbaren. Die AWO-Beratungssprechstunde findet jeden Dienstag von 10 bis 14 Uhr  unter Einhaltung der aktuell gültigen COVID 19-Hygieneregeln statt.  Darüber hinaus können auch von Montag bis Freitag Beratungen vereinbart werden.  

Interessierte können ihre Bewerbungsunterlagen als PDF-Datei per Mail an:  awo_nassau_beratung@t-online.de schicken. Nach der Durchsicht erhalten Bewerber ein Feedback zu ihren Unterlagen. 

Eine alte Tradition ist auch in der diesjährigen Weihnachtszeit lebendig: Die
Weinährer Weihnachtskrippe in der Kirche ist vom 24. Dezember an zu besichtigen.

Auch wenn in der Weinährer Kirche derzeit keine Gottesdienste stattfinden,
hat Küster Artur Gilberg mit seinen Enkeln Louisa, Jona und Lars sowie vielen weiteren fleißigen Helfern die nun schon seit vielen Jahren traditionelle Weinährer Weihnachtskrippe aufgebaut. Wie in jedem Jahr greift die „Krippenlandschaft“ Weinährer Geschichte auf. In den vergangenen Jahren waren es der Weinanbau und der Erzbergbau. Beides gehört zu dem kleinen Dorf im Gelbachtal wie eine leider fast vergessene Tradition, an die mit der Weihnachtskrippe in diesem Jahr erinnert wird.
Wer die Krippe ab dem 24. Dezember besichtigt, erfährt, um welche alte Tradition es sich handelt.

Hinweis: Zutritt zur Kirche bitte nur mit „Mund-Nasen-Schutz“, und es dürfen sich maximal zehn Personen in der Kirche aufhalten. 

Die aktuelle Corona-Pandemie führte auch in Weinähr so wie überall dazu, dass der St. Martinumzug in diesem Jahr nicht in traditioneller Form stattfinden konnte. Die Ortsgemeinde Weinähr und die Weinährer Ortsvereine wollten zumindest aber die Tradition der Verteilung von Weckmännern an die Kleinen aufrechterhalten. So konnten die Kinder in diesem Jahr ihren Weckmann bestellen.
Die bestellten Weckmänner wurden dann am ursprünglich vorgesehenen St. Martinstermin von Frank Kreber, Niclas Ramseger und Nicolas Barnes am späten Nachmittag verteilt. Alle Weckmänner waren hygienisch verpackt und mit einer kleinen St. Martingeschichte versehen. Wer wollte, konnte seine Martinslaterne vor seiner Haustür zum Leuchten bringen. Viele der Kleinen machten bei der Aktion mit.
Die Ortsgemeinde Weinähr bedankt sich bei allen Helfern für die Unterstützung und dem Gemeinderatsmitglied Iro Drell für die Spende der Weckmänner. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr das St. Martinsfest wieder in traditioneller Form stattfinden kann.

Auch der traditionelle Volkstrauertag konnte aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt stattfinden. An diesem Tag wird von je her aller Kriegstoten und der Opfer von Gewalt gedacht. Traditionell findet dies normalerweise mit Unterstützung und Teilnahme der Ortsvereine, des Gemeinderates und der Bürgerinnen und Bürger von Weinähr vor dem Ehrenmal an der Kirche statt. Doch leider musste dies aufgrund des Teillockdowns in diesem Jahr ausfallen.

Zum Zeichen, dass die Dorfgemeinschaft trotz Corona an die Verstorbenen, Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege gedenkt, legte Ortsbürgermeister Christoph Linscheid zusammen mit Artur Gilberg einen Kranz der Ortsgemeinde und der Ortsvereine nieder. Anschließend wurde gemeinsam das Vaterunser gebetet, und die Kirchenglocken läuteten.

Spendenaufruf

Weckmänner für die Kinder

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